Praxisworkshop
Berufliche Traumatisierung bei Einsatzkräften und Helfenden: Diagnostik und Behandlung
Sven Steffes-Holländer
Psychische Verletzungen können dort entstehen, wo Menschen erleben, gegen eigene moralische Überzeugungen gehandelt zu haben, belastende Entscheidungen treffen mussten oder das Handeln anderer als tiefen Verstoß gegen zentrale Werte erfahren haben. Für solche Erfahrungen hat sich der Begriff „Moral Injury“ etabliert.
Der Vortrag führt in das Konzept ein und zeigt, weshalb moralische Verletzungen in der psychotherapeutischen Praxis leicht übersehen werden. Im Mittelpunkt stehen Schuld, Scham, Selbstanklage, Vertrauensverlust und die Erschütterung grundlegender persönlicher Werte. Anhand klinischer Beispiele wird dargestellt, wie sich Moral Injury von traumatischen Belastungsreaktionen, depressiven Entwicklungen und anhaltenden Schuldgefühlen unterscheiden lässt. Abschließend werden therapeutische Zugänge vorgestellt, die über eine reine Symptombehandlung hinausgehen und Fragen von Verantwortung, Selbstmitgefühl, Beziehung und persönlicher Integrität einbeziehen.
Dozent*in
Sven Steffes-Holländer
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Sozialmediziner und Ärztlicher Direktor
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Psychologische und ärztliche Psychotherapeut*innen; Kinder-und Jugendlichen Psychotherapeut*innen, Interessierte aus anderen klinisch tätigen Berufsgruppen wie Pflegefachkräfte, Körpertherapeuten, Kunsttherapeuten, Heilpraktiker, Psychologen etc..
Ein Antrag auf Akkreditierung dieser Veranstaltung ist bei der LandespsychotherapeutenkammerBaden-Württemberg gestellt. Die Punkte werden in der Regel von allen Psychotherapeuten- und Ärztekammern in Deutschland, Österreich und der Schweiz anerkannt. Im Anschluss an die Veranstaltung erhalten Sie automatisch eine E-Mail mit Ihrer Teilnahmebescheinigung und Ihren Fortbildungspunkten.
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